Noesis und Epistemologie 4.0

Nach der Logarithmentafel der Taschenrechner. Und jetzt? Robots wie Watson von IBM mit ihrer kognitiven Intelligenz. Big Data in Sekundenschnelle strukturiert und mit Business Intelligence im Desktop Publishing anschaulich und übersichtlich präsentiert so dürften Denk- und Erkenntnisvorgänge in der Zukunft aussehen. Bleibt dem Menschen Noesis und Episteme.

Keine Ahnung was das ist? Eben auf die Schnelle mit Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Noesis

Noesis

 

Dieser Artikel behandelt den philosophischen Begriff Noesis. Für weitere Bedeutungen siehe äNoesis (Begriffsklrung).

Noesis (auch Noese, griech. ??????ss???? – zu ????ee????, denken) ist ein Begriff aus der klassischen Erkenntnistheorie; siehe dazu den Artikel Nous.

In der Husserlschen äPhnomenologie ist Noesis die Bezeichnung für den einzelnen Denkakt, der zu einer bestimmten Zeit stattfindet (das „intentionale Erlebnis“) – im Unterschied zu dem in ihm „vermeinten“ Sinngehalt, dem Noema, der als derselbe auch das Korrelat anderer Akte, evtl. auch der Akte anderer Subjekte, sein kann.[1] Noesis und Noema stehen in strenger Korrelation zueinander. So entspricht jedem Urteilsakt ein Urteil als dessen Noema. Aber dasselbe Urteil kann auch in einem anderen Urteilsakt gefällt und von anderen Subjekten verstanden werden.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  • ?Hochspringen ? Edmund Husserl: Ideen zu einer reinen Phänomenologie … Bd. I, § 85 (Husserliana III/1), S. 194; § 87f., S. 200ff

https://de.wikipedia.org/wiki/Episteme

Episteme

Epistemologisch

Darstellung der Episteme in der Celsus-Bibliothek in Ephesus (Türkei)

Episteme ist etymologisch abgeleitet von griechisch ??pp??sstt??µ?? und bedeutet „Wissen“ oder „Wissenschaft“. Es stammt vom Verb ??pp??ssttaaµaa??, das „wissen“ bedeutet.

Inhaltsverzeichnis

 

Aristoteles verwendet den Begriff episteme in seiner Nikomachischen Ethik, um ihn im engeren Sinne als theoretisches Wissen gegen Techne, das praktische Können, abzugrenzen. Zuvor wurden die beiden Begriffen mehr oder weniger synonym verwendet.[1] In der Nikomachischen Ethik sind Episteme und Techne zwei der fünf Grundhaltungen der Seele, die zur Erfassung des Richtigen benötigt werden. Die anderen sind: Phronesis (sittliche, praktische Einsicht; Begreifen), Sophia (philosophische Weisheit) und Nous (intuitiver Verstand; geistiges Erfassen; Vernunft).

Eric Voegelin[Bearbeiten]

Der Politik-Theoretiker und Historiker Eric Voegelin greift den Begriff episteme wieder auf, in dem groß angelegten Versuch, eine „neue Wissenschaft der Politik“mit den alten Methoden der Klassik und hier vor allem Aristoteles zu restaurieren. Er fasst den Wissenschaftsbegriff des Aristoteles in einer unüblichen Weite und versteht darunter, unter anderem, die Erforschung des metaxy, der existentiellen Spannung im Menschen, zwischen Immanenz und Transzendenz durch das Nous (die Vernunft).

Michel Foucault[Bearbeiten]

Der Philosoph Michel Foucault verwendete den Begriff episteme in seinem Werk Die Ordnung der Dinge in einer besonderen Bedeutung. Er meint damit das historische a priori, welches das Wissen und dessen Diskurse begründet. Es repräsentiert dadurch die Bedingung der Möglichkeit von Wissen innerhalb einer bestimmten Epoche.

"Die fundamentalen Codes einer Kultur, die ihre Sprache, ihre Wahrnehmungsschemata, ihren Austausch, ihre Techniken, ihre Werte, die Hierarchien ihrer Praktiken beherrschen, fixieren gleich zu Anfang für jeden Menschen die empirischen Ordnungen, mit denen er zu tun haben und in denen er sich wiederfinden wird."

In folgenden Schriften hat Foucault klargestellt, dass mehrere Episteme als Teile von verschiedenen Macht/Wissenssystemen zur selben Zeit existieren und miteinander interagieren können. Er hat jedoch nicht das Konzept verworfen:

  • [Ich könnte] die Episteme […] als strategisches Dispositiv definieren, das es erlaubt, unter allen möglichen Aussagen diejenigen herauszufiltern, die innerhalb, ich sage nicht: einer wissenschaftlichen Theorie, aber eines Feldes von Wissenschaftlichkeit akzeptabel sein können und von denen man wird sagen können: diese hier ist wahr oder falsch. Die Episteme ist das Dispositiv, das es erlaubt, nicht schon das Wahre vom Falschen, sondern das wissenschaftlich Qualifizierbare vom Nicht-Qualifizierbaren zu scheiden.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

  • ?Hochspringen ? Wilfried Fiedler: Analogiemodelle bei Aristoteles (1978, S. 169)
  • ?Hochspringen ? Michel Foucault: Dispositive der Macht. Michel Foucault über Sexualität, Wissen und Wahrheit (1978, S. 124)
  • ?Hochspringen ? Jean Piaget: Der Strukturalismus